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Was ist ein Passivhaus?

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das über eine spezielle Lüftungsanlage verfügt und bei dem durch gute Wärmedämmung keine klassische Heizung genutzt werden muss.

Der größte Bedarf an Wärme wird bei diesen Häusern aus „passiven“ Quellen, wie beispielsweise Sonneneinstrahlung oder auch Körperwärme oder Abwärme technischer Geräte, bezogen, woraus sich die Namensgebung ableiten lässt.

Daraus ergibt sich zu, einen eine positive Wahrnehmung des Raumes, vor allem aber auch ein besonders niedriger Energieverbrauch, wobei derartige Techniken auch in bereist bestehenden Häusern durch Sanierungen oder Umbauten einsetzbar sind.

Aufgrund der Wärmedämmung ergeben sich sehr geringe bis keine Heizkosten, was durch spezielle Wärmedämmung an allen Umfassungsflächen ebenso erreicht wird wie durch die Dreifachverglasung der eingebauten Fenster, die teilweise innerhalb der Schichten sogar noch das Edelgas Argon enthalten oder ein spezielles Rollo eingesetzt wird, um den Dämmeffekt noch zu optimieren.

Dabei wird in der Regel auch ein Luftaustausch über unterirdisch verlegte Rohre eingesetzt, bei dem im Winter die Luft vorgewärmt und im Sommer vorgekühlt wird, was die Heizkosten zusätzlich reduziert.

Darüber hinaus sind die Energie- und Stromkosten aufgrund der solaren Energiegewinne besonders gering, die über thermische Solaranlagen sowie Solarzellen erzeugt werden, eine klassische Gebäudeheizung wird überflüssig.

Ein Passivhaus bietet eine hohe Wohnqualität, da durch die genutzten Techniken eine konstante Innentemperatur erreicht wird, die sich bei Temperaturschwankungen nur sehr langsam ändert, woraus auch Schimmelbildung auf kalten Außenwänden oder Böden ausgeschlossen werden kann, was vor allem für Allergiker von besonderer Bedeutung ist, die auf der anderen Seite aber auch von dem genannten Luftaustausch profitieren, die für immer frische Luft sorgt, die arm an Partikeln sind, auf die allergisch reagiert werden kann, da mit speziellen Luftfiltern gearbeitet wird, die für eine hohe Luftqualität sorgen.

Zudem sind die auf den ersten Blick höheren Kosten eines Passivhauses zu beachten, da die Amortisationszeit in der Regel etwa 10 bis 12 Jahre beträgt, allerdings geht damit eine garantierte Rückvergütung durch die eingesetzten Photovoltaikanlagen einher, da bei voraussichtlich weiter steigenden Strompreisen der erzeugte Strom zum einen für die elektrische Nutzung von Geräten im Haus genutzt werden kann, zum anderen aber auch eine Einspeisung in das örtliche Stromnetz möglich ist, die anschließend vom jeweiligen Stromanbieter vergütet werden kann bzw. bei möglichen Rechnungen abgezogen werden kann.

Diese Rückvergütung erscheint noch weitaus plausibler, wenn man einen Blick auf die möglichen Fördermaßnahmen wirft und die stark gesunkenen Preise von Photovoltaikanlagen betrachtet.

Falls die zur Wärmegewinnung allerdings trotzdem eine Heizung eingesetzt werden muss, kann dies immerhin mit dem Verbrauch regionaler oder regenerativer Rohstoffe stattfinden, so können für den Restwärmebedarf sowohl Erdgasheizungen, Pelletöfen oder auch Lösungen mit Rapsöl eingesetzt werden, was im Vergleich zu Ölheizungen deutlich positivere Auswirkungen auf die Umwelt hat und zudem meist noch preisgünstiger ist.

Außerdem lässt sich das Gerücht entkräften, Passivhäuser seien kompliziert und vor allem wartungsintensiv, da der Wartungsaufwand, der überwiegend in der Wartung von Heizung, Lüftung und Solaranlagen als Haustechnik zu suchen ist, dem eines normalen Hauses entspricht und weder komplizierter noch kostenintensiver ist.

Eine schlechtere Wohnqualität ist darüber hinaus auch in Passivhäusern keineswegs anzutreffen, Bewohner erleben eher eine bessere Wohnqualität als in normalen Wohnhäusern, da Belüftung, konstante Temperatur und ein gutes Gewissen gegenüber der Umwelt zu einem verbesserten Wohlbefinden beitragen.